Zurück zum Ratgeber

Wann verschickt man die Hochzeitseinladung?

Sechs bis acht Wochen vor der Hochzeit. Wenn viele Gäste anreisen oder ihr im Ausland feiert, verschickt sie drei bis vier Monate vorher.

Zuletzt geprüft am · 6 Minuten Lesezeit

Die Frage hat einen guten Grund: Zu früh verschickt geht die Einladung im Alltag unter, zu spät haben die Gäste schon etwas anderes vor. Dazwischen liegt ein Fenster, das je nach Hochzeit unterschiedlich breit ist.

Der Zeitplan im Überblick

  1. Zwölf bis sechs Monate vorher: Save the Date

    Eine kurze Nachricht mit Datum und Stadt, mehr nicht. Sie sichert euch den Termin im Kalender eurer Gäste, lange bevor die Einladung selbst fertig ist. Besonders wichtig, wenn eure Hochzeit in die Ferienzeit fällt.

  2. Drei Monate vorher: Einladung bei Anreise

    Sobald ein größerer Teil eurer Gäste im Flugzeug oder länger im Auto sitzt, braucht er diesen Vorlauf. Flüge werden teurer, Urlaub muss beantragt werden, Hotels in kleinen Orten sind schnell ausgebucht.

  3. Sechs bis acht Wochen vorher: die klassische Einladung

    Für eine Hochzeit, zu der die meisten Gäste aus der Region kommen, ist das der beste Zeitpunkt. Nah genug, dass es konkret wirkt, früh genug für die Planung.

  4. Vier Wochen vorher: Rückmeldefrist

    Setzt die Frist so, dass zwischen ihr und der Hochzeit noch drei bis vier Wochen liegen. Ihr braucht diese Zeit für Sitzordnung, Menüzahlen und die Nachfrage bei denen, die sich nicht gemeldet haben.

  5. Zwei Wochen vorher: Erinnerung

    Ein kurzer Anstupser an alle, die noch nicht geantwortet haben. Meist fehlt zu diesem Zeitpunkt noch ein guter Teil der Rückmeldungen, und es sind selten die, die absagen wollen.

Wann ihr früher dran sein solltet

  • Ihr heiratet im Ausland oder an einem Ort, den man nicht an einem Tag erreicht: mindestens vier Monate.
  • Eure Hochzeit fällt in die Sommerferien, an Ostern oder zwischen Weihnachten und Neujahr: drei Monate, sonst sind eure Gäste verplant.
  • Ihr feiert an einem langen Wochenende oder Feiertag: früh, denn Hotels und Flüge sind dann teuer und knapp.
  • Ihr habt viele Gäste mit kleinen Kindern: sie brauchen Vorlauf für Betreuung und Anreise.
  • Es ist eine große Hochzeit mit über hundertfünfzig Gästen: je mehr Menschen, desto mehr Terminkonflikte.

Wann sechs Wochen völlig reichen

Wenn die meisten eurer Gäste im selben Umkreis wohnen, sich untereinander kennen und ohnehin schon wissen, dass ihr heiratet, braucht ihr keine drei Monate. Bei kleinen Feiern im Familienkreis sind sechs Wochen sogar angenehmer: Die Vorfreude bleibt hoch und niemand vergisst den Termin wieder.

Was sich mit einer digitalen Einladung ändert

Der Druck, alles beim ersten Mal richtig zu haben, fällt weg. Bei Papier steht das Datum fest, sobald die Karten in der Post sind. Verschiebt sich danach etwas, müsst ihr hundertmal telefonieren oder nachdrucken.

Digital ändert ihr die Angaben, und alle sehen beim nächsten Öffnen die neue Fassung. Der Link bleibt derselbe. Das nimmt vor allem denen Druck, die noch auf eine Zusage vom Standesamt oder von der Location warten. Ihr könnt die Einladung verschicken, sobald das Datum steht, und Details wie die genaue Uhrzeit oder den Ablauf später ergänzen.

Die drei häufigsten Fehler

  1. Keine Rückmeldefrist nennen

    Ohne Datum antwortet niemand. Schreibt eine konkrete Frist hin, auch wenn es sich streng anfühlt. Eure Gäste sind dafür dankbar, weil sie wissen, woran sie sind.

  2. Zu viel in die Einladung packen

    Wer Anfahrt, Hotelliste, Dresscode, Geschenkewünsche und Ablauf in eine Karte quetscht, verliert die Gäste. Das Wichtigste gehört nach vorn: wer, wann, wo. Alles andere kann darunter stehen oder auf einer eigenen Seite.

  3. Auf die Zusage vom letzten Gast warten

    Es gibt immer zwei oder drei, die sich nie melden. Ruft sie nach der Frist einfach an. Das ist schneller als jede weitere Erinnerung und meistens haben sie es schlicht vergessen.

Und wenn ihr schon spät dran seid?

Vier Wochen sind knapp, aber machbar, wenn ihr die wichtigsten Gäste vorher kurz anruft. Unter drei Wochen solltet ihr die engsten Angehörigen persönlich informieren und die Einladung parallel verschicken. Niemand nimmt euch das übel, solange ihr euch meldet.